Lipom / Fettgewebsgeschulst

 

Lipome sind gutartige, örtlich begrenzte Ansammlungen von Fettgewebe (Fettgeschwulste). Sie zählen zu den häufigsten Weichteiltumoren und zeigen verschiedene Wachstumsformen. Das gleichzeitige Vorkommen mehrerer Lipome wird als Lipomatose bezeichnet und ist häufig. Typische Lokalisationen für Lipome sind die Bauchwand, Nacken und Rücken, Oberschenkel sowie Unter- und Oberarme. Auch im Gesicht und hier vor allem an der Stirn können Lipome auftreten.

Häufig in unserem klinischen Alltag sind so genannte „reife“ Lipome, die relativ homogenes Fettgewebe innerhalb einer zarten Kapsel enthalten. Liegt ein größerer Anteil Bindegewebszüge innerhalb des Fettgewebes vor, spricht man von einem „Fibrolipom“.

Beide Wachstumsformen sind gutartig, können jedoch aufgrund Ihrer Größe und des verdrängenden Wachstums Beschwerden und Schmerzen verursachen.

 

 

Wann sollten eine Fettgewebsgeschwulst entfernt werden ?

Erreichen Lipome einen Durchmesser von ca. einem Zentimeter, werden sie abhängig von der Stärke der sie umgebenden Fettschicht ertastbar. Häufig treten Beschwerden jedoch erst bei etwas größeren Befunden auf. Manche Lipome bestehen daher jahrelang, bevor sie durch ein beschleunigtes, raumforderndes Größenwachstum zu Beschwerden führen. Spätestens dann besteht eine medizinische Indikation zur Entfernung.

Neben Schmerzen können Lipome zudem nicht nur kosmetisch sondern auch funktionell, zum Beispiel am Rücken beim Sitzen durch den Druck der Stuhllehne oder am Hemdkragen bei Lokalisation am Nacken stören. Sie können, beispielsweise an den Flanken bis zu Kindskopf-Größe erreichen.

In sehr seltenen Fällen wird ein Übergang in eine bösartige Wachstumsform, dem so genannten Liposarkom beobachtet. Daher ist eine feingewebliche (histologische) Untersuchung des entfernten Gewebes immer angezeigt.

 

 

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